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Aus der aktuellen Erhebung des Händlerbundes geht hervor, dass die Abmahnungen im Onlinehandel von Jahr zu Jahr steigen. Im Jahr 2015 lag der Anteil der Abmahnungen, der befragten Onlinehändler noch bei 20 Prozent. 2017 erhielten schon 28 Prozent mindestens eine Abmahnung. 43 Prozent der Befragten gaben dabei an, dass durch die Abmahnungen Kosten von bis zu 500 Euro angefallen sind. Bei ganzen zwölf Prozent der Händler lagen die Kosten bei bis zu 2000 Euro oder sogar über 3000 Euro.

Hintergrund der Abmahnungen:

Ein Großteil der Abmahnungen kommen wegen einer oder mehrerer Verletzungen des Wettbewerbsrechts, wie z.B.:

  • fehlerhaftes Impressum
  • falsche AGB
  • unlautere Wettbewerbsaussage

Ziel des außergerichtlichen Systems ist der Erhalt des Wettbewerbs.

Gründe für die vermehrten Abmahnungen:

Der Onlinehandel boomt und mit ihm wächst der Konkurrenzdruck. Viele Händler sehen sich dadurch gezwungen, häufiger gegen ihre Mitbewerber vorzugehen. Das Mittel der Wahl sind hier die Abmahnungen. Neben diesem Konkurrenzgerangel hat sich jedoch auch eine regelrechte „Abmahn-Industrie“ etabliert. So kommen viele Abmahnungen mittlerweile von spezialisierten Anwälten oder Abmahnvereinen, die gezielt nach nichtigen Verstößen suchen, um die Händler zur Kasse zu bitten. Hier kommt es nun immer mehr zu einer Verzerrung des Wettbewerbs, denn Betreiber kleiner Onlineshops werden durch die anfallenden Kosten entsprechend härter getroffen.

Quelle: statista/ Süddeutsche Zeitung